Armin Lutz mit einer Geige aus PLEXIGLAS® in der Ufa-Wochenschau, 1938

© Evonik Industries AG, Konzernarchiv Hanau

Musikinstrumente transparent wie Eis

Die Neugierde darauf, wie sich PLEXIGLAS® anwenden ließ, trieb Firmengründer Otto Röhm und seine Mitarbeiter in den 1930er-Jahren dazu an, sogar Musikinstrumente aus dem neuen Werkstoff herzustellen.

Die Forscher bei Röhm & Haas, einem Vorgängerunternehmen von Röhm, probierten bei der Verarbeitung von PLEXIGLAS® alles aus, was ihnen in den Sinn kam. Schnell stellte sich heraus, dass sich PLEXIGLAS® schneiden, bohren und fräsen ließ. Darüber hinaus ließen sich die fertigen Platten bei hohen Temperaturen unterhalb des Schmelzpunktes umformen. Begeistert von diesen Möglichkeiten, beauftragte der Kunst- und Musikinteressierte Otto Röhm im Mai 1935 einen Mitarbeiter, ihm eine Geige aus PLEXIGLAS® zu bauen.