PLEXIGLAS® Kulisse Film „Invisible Sue“

© ostlicht filmproduktion/AMOUR FOU

Wenn transparente Röhren zur Superhelden-Filmkulisse werden

Eine Substanz, die menschliches Gewebe heilen kann und die noch dazu unsichtbar macht – im neuen Superhelden-Kinderfilm von Regisseur Markus Dietrich ist das Realität. PLEXIGLAS® ist Teil der Filmkulisse.

Es blubbert und dampft in riesigen Zylindern – ganz so, wie es sich für das Labor eines Superheldenfilms gehört. Für die Dreharbeiten zum Kinder- und Jugendfilm „Invisible Sue“ haben die Szenenbildner ein real anmutendes Labor gebaut. Damit die Zylinder des großen Reaktors dem Druck von hunderten Litern Flüssigkeit standhielten, kamen extrudierte Röhren aus PLEXIGLAS® zum Einsatz.

Eine würdige Kulisse für einen Superheldenfilm

Sie ist erst zwölf und schon eine Superheldin – noch dazu die erste in einem deutschen Film. Durch ein Missgeschick im Labor ihrer Mutter erlangt Sue im Film „Invisible Sue“ Superkräfte. Leuchtend blau und gefährlich sieht der Wirkstoff aus, mit dem sie in Berührung kommt. Da ist es gut, dass er in einem großen Reaktor in stabilen Zylindern vor sich hin brodelt. „Wir wollten, dass möglichst viel von der Flüssigkeit zu sehen ist“, sagt Lisa Kumpf, die als Szenenbildassistentin für den Bau des Labors verantwortlich war. „Deshalb war es von Anfang an klar, dass wir große transparente Röhren einsetzen wollten, die eine gute Sicht auf das Innere ermöglichen.“

Mir war klar: PLEXIGLAS® ist das einzige Material, das wir für unser Vorhaben verwenden können.

Lisa Kumpf
Szenenbildassistentin

Ein enormer Druck

Jede der sechs Röhren musste zudem über den kompletten Zeitraum der Dreharbeiten – immerhin acht Wochen – dem Druck von jeweils 400 Litern Flüssigkeit standhalten. Zusätzlich leiteten die Szenenbildner Druckluft in die Zylinder ein, um ein Blubbern zu erzeugen. Das verstärkte die Belastung, die auf den Röhren lag, nochmals. „Mir war klar: PLEXIGLAS® ist das einzige Material, das wir für unser Vorhaben verwenden können“, erläutert Kumpf. „Denn welches andere Material ist in solch großen Formaten stabil genug und entspricht gleichzeitig unseren optischen Ansprüchen?“

Die Wahl fiel daher auf sechs Röhren PLEXIGLAS® XT  mit jeweils einem Durchmesser von 50 Zentimetern, einer Höhe von zwei Metern und einer Wandstärke von fünf Millimetern. Die Deckel der Zylinder fertigte Kumpf selbst aus PLEXIGLAS® und verklebte sie mit ACRIFIX® mit den Röhren. Daraus wurde dann der Reaktor gebaut. „Der Reaktor erscheint im Film durch Computeranimation sogar noch einige Meter höher“, erklärt Kumpf.

Ein Material nicht nur für Filmkulissen

Nicht nur Szenenbildner beim Film setzen PLEXIGLAS® für ihre Kulissen ein, auch auf Theaterbühnen ist das Markenacrylglas ein beliebter Werkstoff: So fertigten die Bühnendesigner der Oper Halle riesige Leuchtbuchstaben für die Oper Tosca, und bei den Nibelungenfestspielen in Worms standen schon ein Pferd, ein riesiger Tisch und Kabinen auf der Bühne – alles gefertigt aus PLEXIGLAS®.

Transparente und leuchtende Laborgegenstände

Im Labor finden sich noch weitere Gegenstände aus PLEXIGLAS®: „Für einen Superheldenfilm musste es schon ein besonderes Labor sein“, erzählt Kumpf. „Wir haben zum Beispiel auch Stellwände aus transparentem PLEXIGLAS® gebaut. Durch eine Kantenbeleuchtung sieht es aus, als würden die chemischen Formeln auf den Tafeln glühen.“ Auch zwei riesige Leuchttische sowie hinterleuchtete Laborschrankfächer fertigten die Szenenbildner aus PLEXIGLAS®, das Licht ausgezeichnet leitet. Ein Labor, das einem Superheldenfilm gerecht wird.