Leuchte „Cielo“ der Marke Ocari in einem modernen Besprechungszimmer

©Boos & Schulz Designagentur

Perfektes Licht – fast ohne Leuchte

Während vor wenigen Jahren noch möglichst dekorative Leuchtenkörper entwickelt wurden, steht nun das Licht selbst im Vordergrund. Dafür benötigen Designer und Hersteller speziell lichtleitende Materialien.

Sie sind wohl seit der Glühbirne die wichtigste Erfindung in der Beleuchtung: die Light-Emitting Diodes oder kurz LEDs. Weil ihre Technik wartungsarm, langlebig und energiesparend ist, verdrängen sie in vielen Bereichen zunehmend die anderen Leuchtmittel. Doch über die technischen Vorteile hinaus bieten LEDs auch neue Möglichkeiten im Design.

Beleuchtungstrend: Lichtpaneele statt Leuchtstoffröhren

Die lichtstarken LEDs ermöglichen zum Beispiel durch ihre kompakte Bauweise flachere Leuchten, so wie die LED Lightpanels. Diese LED-Flächenleuchten bestehen aus einer homogen leuchtenden Fläche und sind damit bei funktionalen Beleuchtungen für Büros, Handel oder Gewerbe eine optisch ansprechende Alternative zu herkömmlichen Leuchtstoffröhren. Lichtpaneele sorgen zudem für eine angenehme, blendfreie Beleuchtung – denn je größer die beleuchtete Fläche ist, desto weniger blendet das Licht.

Büro mit Leuchtpanelen in der Decke

Angenehme Bürobeleuchtung

Mit LED Lightpanels können zum Beispiel Büros beleuchtet werden, ohne dass störende Lichtreflexe die Arbeit am Bildschirm stören. Dafür lassen sich flache, über die Kanten beleuchtete Modelle der Lichtpaneele direkt in Rasterdecken einbauen.

© Fa. Kobek Siebdruck GmbH & Co. KG, Traunreut

Beleuchtungstrend: Akzente setzen durch Beleuchtung

Flächenleuchten können aber nicht nur für funktionale Beleuchtungen in Büros und Co. genutzt werden – vielmehr können sie Räumen und ganzen Gebäuden ein eindrucksvolles Erscheinungsbild geben und dabei eine besondere Atmosphäre schaffen, so wie die Lightpanels der axis GmbH & Co. KG aus Nürnberg. „Unser LED-Flächenlicht ist keine Leuchte, die man sich einfach an die Decke hängt, sondern eine sehr hochwertige, maßgeschneiderte Lösung zur Architekturbeleuchtung“, erläutert Felix Szak, Projektleiter Licht bei axis. „Dabei nutzen wir Licht nicht in erster Linie als Beleuchtung, sondern als Medium zur Gestaltung.“ Zum Beispiel schaffen die Lightpanels große, (farbig) leuchtende Flächen oder spannende Kombinationen mit transluzenten Werkstoffen und Naturmaterialien, Metallen oder Textilien.

Beleuchtungstrend: Licht statt Leuchtenkörper

Light + Building 2018

Die Trends und Neuheiten im Leuchtenmarkt stehen auf der Agenda der diesjährigen Light + Building, der Weltleitmesse für Licht- und Gebäudetechnik, die vom 18. bis 23. März 2018 in Frankfurt am Main stattfindet.

Solche Flächenlichter sind nicht nur aktuell ein beliebtes Gestaltungselement in Architektur und Interior Design sowie im Laden- und Messebau – auch der klassische Leuchtenmarkt hat sich verändert: Während Designer noch vor wenigen Jahren möglichst dekorative Leuchtenkörper kreierten, rückt inzwischen auch hier das Licht in den Vordergrund, wie bei den Leuchten „Cielo“ und „Liviano“ der Marke Ocari. Bei beiden Modellen tritt das Licht der LEDs an gefrästen Linien des transparenten Leuchtenkörpers aus. „Unsere Idee war es, das Gehäuse verschwinden zu lassen, damit das Licht selbst zur Leuchte wird“, beschreibt Daniel Schulz, Mitinhaber der Boos & Schulz Designagentur (BSD), den Ausgangspunkt für seine Kreationen. „Das macht für mich eine perfekte Leuchte aus: Ich will kein Metallgehäuse sehen. Ich möchte Licht sehen, wenn die Leuchte angeschaltet ist.“

Lichtleitende Materialien notwendig

Damit das Licht im Vordergrund stehen kann, sind Designer und Leuchtenhersteller jedoch auf speziell lichtleitende Werkstoffe angewiesen. LEDs selbst erzeugen nämlich ein starkes Punktlicht, das den Betrachter blenden würde. „LEDs benötigen ein Material, das ihr Licht in eine angenehme Beleuchtung verwandelt“, sagt Matthias Schäfer, Marktsegmentmanager Visual Communication and Lighting bei Evonik. „PLEXIGLAS® bietet durch seine exzellente Lichtleitfähigkeit eine Vielfalt an Möglichkeiten: Ultraflache, großflächige Leuchtelemente sind mit unserem Markenacrylglas genauso möglich wie außergewöhnliche Formen.“

Dafür stehen verschiedene Varianten des Materials als Platten, Rohre, Stäbe sowie Formmassen in einer Vielfalt an Farben, Oberflächen und Strukturen zur Verfügung. PLEXIGLAS® LED beispielsweise ist eine Variante des Markenacrylglases, die speziell für die Anforderungen der modernen Leuchtmittel optimiert ist. Eine Qualität, die auch die Lightpanel-Erfinder überzeugte: „Bei unseren Tests erwies sich PLEXIGLAS® LED durch die hohe Lichtauskopplung als mit Abstand beste Lösung für die Platte, in die wir das Licht über die Kante einspeisen“, erzählt Szak. „Mit PLEXIGLAS® leuchtet die Fläche homogen, ganz ohne sichtbare Helligkeitsunterschiede.“

PLEXIGLAS® bietet ausgezeichnete Lichtleitfähigkeit

LEDs benötigen ein Material, das ihr Licht dorthin bringt, wo es benötigt wird. PLEXIGLAS® bietet durch seine exzellente Lichtleitfähigkeit eine Vielfalt an Möglichkeiten.

Matthias Schäfer
Marktsegmentmanager Visual Communication and Lighting bei Evonik

Neben diesen speziellen Lichtprodukten verfügt auch das Standardmaterial PLEXIGLAS® GS über gute Lichtleitfähigkeiten, wie die Kreationen von Ocari zeigen: Hier leitet das Markenacrylglas das Licht der LEDs ebenfalls in das komplette Bauteil und koppelt es an den gefrästen Linien aus. „Die Lichtquelle rückt so vollkommen in den Hintergrund“, sagt Schulz. „Ohne die ausgezeichnete Lichtleitfähigkeit von PLEXIGLAS® wäre dieser Effekt nicht möglich.“ Perfektes Licht (fast) ohne Leuchte.

Teeladen in China

Ästhetik und Wohlbefinden im Einklang

Bei Beleuchtung geht es nicht nur um Design und Funktion: Licht hat Auswirkungen auf unsere Gesundheit, unsere Leistungsfähigkeit und unser Wohlbefinden. So beeinflusst zum Beispiel die Qualität des Lichts am Arbeitsplatz die Motivationskurve und die Beleuchtung im Ladenbau die Wohlfühlatmosphäre für die Kunden.

©Evonik