Unterwasserfenster Hydrosight

© Hydrosight

Livemusik vor dem Unterwasserfenster

Um besonders viele Touristen in Dar es Salaam in ihren Paparazzi Night Club zu locken, verwandeln die Betreiber ihren Musik-Club mithilfe von PLEXIGLAS® in eine Sehenswürdigkeit.

Urlauber, die sich für Tansania interessieren, denken meist an Sansibar, weiße Sandstrände und Mangrovenwälder. Eher selten steht auf dem Reiseplan ein Stopp in Dar es Salaam. Der Regierungssitz bietet aber nicht nur historische Einblicke in die deutsche Kolonialzeit. Als Insidertipp wird etwa die Vergnügungsmeile des Stadtteils Oyster Bay gehandelt. Um sich dort mit ihrem Club von der Konkurrenz abzusetzen, waren zwei ausgewanderte Schweizer auf der Suche nach einem Alleinstellungsmerkmal.

Worauf es bei Unterwasserfenstern aus PLEXIGLAS® ankommt

„Für einen Pool mit bis zu 1,5 Metern Tiefe benötigt es mindestens 40 Millimeter dicke Scheiben aus PLEXIGLAS®“, sagt Moritz Meinesz, Geschäftsführer der Firma Hydrosight. Nur so kann die Acrylglasscheibe dem Wasserdruck standhalten. Denn entscheidend dafür, wie dick das PLEXIGLAS® zugeschnitten werden müsse, sei, in welcher Tiefe das Unterwasserfenster eingebaut werden soll. „Auch die Größe des Fensters aus Acrylgas spielt natürlich eine Rolle“, so der Emmricher.

Ein besonderer Blick in den Pool

Ihre Idee: Der Paparazzi Night Club sollte durch eine transparente Scheibe direkten Einblick in den Pool des Slipway Hotels bieten, zu dem die Räumlichkeiten des Musik-Clubs gehören. „Tagsüber können Gäste auf Barhockern sitzend den Poolgästen beim Schwimmen zusehen. Bei Dunkelheit erleuchtet der Pool den Kellerraum und schafft ganz besondere Lichteffekte“, erzählt Moritz Meinesz. Der Geschäftsführer der auf Unterwasserfenster aus PLEXIGLAS® spezialisierten Firma Hydrosight hat den Betreibern dabei geholfen, ihr Erlebnisgastronomie-Konzept umzusetzen.

Wie viele hundert Pools, Tauchtanks und Unterwasserwelten er bereits mit seinen Acrylglasanfertigungen ausgestattet hat, kann er nicht mehr zählen. „In Tansania jedoch war es unser erster Pool“, sagt der Experte und weiter, „aber nicht unsere erste transparente Scheibe aus PLEXIGLAS®, die zur optisch ansprechenden Beleuchtung von Räumen genutzt wurde, hier erkenne ich durchaus einen Trend“. Das Markenacrylglas von Evonik hat dabei den Vorteil, dass es absolut farblos ist und zudem den Einblick in den Pool verzerrungsfrei darstellt: „Farben und Proportionen sind so zu sehen, wie sie wirklich sind, ohne Grünstich und Trübung“, erläutert Meinesz.

Meinesz liefert seine durchsichtigen Scheiben aus PLEXIGLAS® normalerweise so an, dass sie der Kunde vor Ort selbst einbauen kann. „Diesmal wollte ich den Einbau selbst vornehmen“, so der Emmricher. So ließ er die 40 Millimeter dicke, drei Meter breite und 80 Zentimeter hohe Scheibe aus PLEXIGLAS® per Seefracht verschiffen und flog hinterher. Die Begebenheiten in Tansania sind andere als in Europa. „Alleine schon die hohen Temperaturen haben den Einbau nicht gerade erleichtert“, sagt der Experte.

„Da PLEXIGLAS® viel leichter als Glas ist, lässt es sich auch für uns Konstrukteure leichter einbauen. Es ist zudem äußerst robust. Falls das PLEXIGLAS® einmal herunterfallen würde, oder in einer Silikonbeschichtung nicht hält, geht es nicht kaputt.“

Moritz Meinesz
Geschäftsführer, Hydrosight

PLEXIGLAS® dehnt sich bei Wärme aus

„Aufgrund der Hitze in Tansania und der hohen Sonneneinstrahlung muss man beim Einbau von PLEXIGLAS® ein paar Besonderheiten beachten“, so Meinesz. „Am liebsten hätte ich einen Sonnenschirm vor die Konstruktion gespannt“, sagt er. Denn schließlich fehlt das kühlende Wasser des Pools beim Einbau der Acrylglasscheiben. „Als Konstrukteur muss man einplanen, dass sich die transparenten Scheiben aus PLEXIGLAS® bei Wärme ausdehnen können“, sagt der Experte. Damit die Scheibe aus PLEXIGLAS® besonders bei hohen Temperaturen nicht zu stark gegen die Betonwand drückt und beschädigt wird, wird sie daher in eine Silikonnaht von 30 mm Dicke eingefasst. „So schafft man für die Acrylglasscheibe Spielraum zum Ausdehnen und Zusammenziehen“, sagt Meinesz. Schließlich muss die Scheibe dauerhaft den Druck von rund 300.000 Litern Wasser aushalten.