Shibuya-Einkaufsviertel, Tokio, Japan

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Lichtwerbung: Von der Glühlampe zum LED-Buchstaben

Werbebotschaften leuchten rund um die Uhr. Kaum verwunderlich also, dass ihre Beleuchtung immer energieeffizienter geworden ist. Diese Entwicklung stellt jedoch auch immer wieder neue Herausforderungen an das verwendete Material.

Auf manche Erfindungen hat die Welt quasi nur gewartet. Zu diesen Erfindungen gehört zweifelsohne die Glühlampe. Seit Thomas Alva Edison 1880 ein Patent auf seine Konstruktion anmeldete, revolutionierte die Glühlampe die Beleuchtung von Wohnräumen und Straßen – und nebenbei auch die Werbung.

Aufmerksamkeit erregen!

Statt der lange Zeit üblichen Schilder aus Metall oder Holz, erschuf die Glühlampe erstmals leuchtende Schriften und Formen. Bereits in den „Goldenen Zwanzigern“ ließen diese die Innenstädte der ersten Weltmetropolen hell erstrahlen. In den 1950er-Jahren wurde die Glühlampe in der beleuchteten Werbung dann weitestgehend von den noch helleren – und später auch formbaren – Leuchtstoffröhren abgelöst. „Zu dieser Zeit übernahm Acrylglas die klare Führungsrolle als Material für illuminierte Außenwerbung“, erzählt Matthias Schäfer, der Experte und Segmentverantwortliche für Visual Communication & Lighting bei PLEXIGLAS®, denn: „Es war in der Lage, das Licht gleichmäßig zu streuen.“ Seitdem hat sich die Lichttechnik immer weiterentwickelt – und damit auch die Lichtwerbung. Zunächst durch immer effizientere und kleinere Leuchtstoffröhren, schließlich durch die Leuchtdioden – auf Englisch „light-emmiting diodes“, oder kurz LEDs.

Effizientere Leuchtmittel

„Lichtwerbung ist im Laufe der Zeit immer energieeffizienter geworden“, so Schäfer. „Außerdem verändert jedes neue Leuchtmittel jeweils auch wieder die Bauweise der Leuchttransparente und Leuchtbuchstaben.“ Beispielsweise dominierten noch bis vor wenigen Jahren die Leuchtstoffröhren die beleuchtete Werbung. Sie wurden in Leuchtkästen hinter den zu beleuchtenden Flächen montiert –  oder sie wurden umgeformt und in die Aussparung von gefrästen oder geklebten Buchstaben aus Kunststoff eingesetzt. „Diesen Aufbau kann man aber nicht ganz so einfach 1 : 1 für energiesparende LEDs übernehmen“, sagt Schäfer.

Helligkeitsunterschiede vermeiden

Denn LEDs strahlen ein starkes Punktlicht aus. Dadurch können leicht unerwünschte Helligkeitsunterschiede, sogenannte Hot Spots, entstehen. LED-betriebene Werbeanlagen benötigen daher ein sehr gut lichtstreuendes Material, damit die Werbebotschaften auch optisch überzeugen. „Durch den Einsatz von LEDs sind die Anforderungen an die Lichtwerbematerialien gestiegen“, sagt Schäfer. „Nur die richtige Kombination von Leuchtmittel und umgebendem Material führt zu effizienten Lichtwerbeanlagen bei minimalen Energiekosten.“

Werbung: Dank PLEXIGLAS® ins beste Licht gerückt

Materialien für beleuchtete Werbeanlagen

Evonik hat für die speziellen Anforderungen der LEDs bereits frühzeitig, Anfang der 2000er-Jahre Varianten seines Markenacrylglases entwickelt: PLEXIGLAS® LED. In einer Variante eignet es sich besonders für mit LEDs hinterleuchtete Leuchtkästen, bei denen die LEDs flächig hinter dem lichtstreuenden Material montiert werden. Darüber hinaus sind die farbigen Sorten von PLEXIGLAS® LED auf die gleichen Wellenlängenbereiche abgestimmt, in denen rote, gelbe, grüne oder blaue LEDs leuchten. „Dadurch werden diese farbigen LEDs optimal genutzt und die Anlage strahlt bei gleichem Energieeinsatz heller“, sagt Schäfer. Außerdem weist PLEXIGLAS® LED für Hinterleuchtung bessere lichtstreuende Eigenschaften auf als herkömmliches Acrylglas. „Selbst bei den kompakten Bauweisen von Leuchtkästen, wie sie ja durch LEDs möglich sind, werden unerwünschte Hot Spots weitestgehend vermieden“, so Schäfer.

Blockmaterial für Buchstaben

PLEXIGLAS® LED Block wurde zudem speziell für die Anforderungen im -Markt entwickelt. „Der Markt kennt dieses Produkt als Vollacrylbuchstaben, die sich besonders für Leuchtbuchstaben in der Größe bis 500 mm bewährt haben“, erläutert Schäfer. Der Vorteil: Das weiß eingefärbte, stark streuende Blockmaterial lässt sich besonders leicht mit CNC-Fräsen bearbeiten. Die LEDs können dann relativ einfach in eine eingefräste Nut eingelegt werden. „Das ist natürlich viel effizienter in der Herstellung, als wenn Einzelbuchstaben aus einer Rückwand, einer Umrandung und einer Abdeckung zusammengebaut werden müssen“, sagt Schäfer. Außerdem kann Feuchtigkeit weniger leicht in die Buchstaben eindringen, und auch dem Temperaturwechsel zwischen Sommer und Winter halten die gefrästen Buchstaben besser stand. Und weil das Markenacrylglas von Evonik von Natur aus unempfindlich gegen UV-Strahlen ist, bleiben Logos genauso wie großflächige Werbeschilder für lange Zeit farbtreu und hochwertig. Schließlich sollen die Werbeanlagen auch nach vielen Jahren noch gut aussehen.

Weltweit gleiches Design

Weltweit gleiches Design

PLEXIGLAS® lässt sich gut einfärben und ermöglicht dadurch die exakte Darstellung des Farbtons eines Unternehmens. So sehen dann beispielsweise alle Werbetafeln aller Filialen weltweit identisch aus. Die gewählte Farbe bleibt unverändert, egal ob beleuchtet oder unbeleuchtet.

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