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Auge in Auge mit den Piranhas

Angucken war gestern - Erleben ist heute: Besucher von Aquarien und Zoos wollen Tiere aus nächster Nähe beobachten. Möglich machen das transparente Scheiben aus PLEXIGLAS®.

Ein Fischschwarm zum Greifen nah. Ein Spaziergang unter Wasser. Ein kleines Ökosystem mitten in einem Hotel. All das ist bei modernen Großaquarien keine Seltenheit mehr. Zoos, Einkaufzentren, Hotels und Freizeitparks wollen ihren Besuchern ein ganz besonderes Erlebnis bieten. Für diese spektakulären Projekte müssen die verwendeten Materialien spezielle Anforderungen erfüllen. Beispielsweise müssen die Scheiben große Formate ermöglichen, formbar sein und dabei einen möglichst naturgetreuen Blick auf die Tiere bieten.

Betreten Sie die Unterwasserwelt: Ein Rundgang durch den Den Blå Planet in Kopenhagen ©Youtube/Fishing with Rod

So wie im Den Blå Planet in Kopenhagen. Nordeuropas größtes Aquarium nimmt die Besucher mit auf einen Rundgang durch die Unterwasserwelt verschiedener Regionen der Welt. In rund 50 Aquarien leben dort mehrere Tausend Tiere, darunter auch 1000 Piranhas. Nur getrennt durch eine 125 Millimeter dicke Scheibe aus PLEXIGLAS® können die Besucher ihnen dabei zusehen, wie schnell sie mit ihren messerscharfen Zähnen ihr Essen verschlingen. „Dass man vor einem Aquarium steht, vergisst man bei solch einem Anblick schnell“, sagt Zac Gill, Business Development Manager bei Advanced Aquarium Technologies (AAT), „und das macht ja auch die Qualität eines guten Aquariums aus, dass es den Inhalt ansprechend präsentiert“.

Spezialisten für den Bau von Großaquarien

AAT konzipiert und baut seit mehr als 20 Jahren weltweit imposante Aquarien – und jedes hat seine ganz eigenen Anforderungen. „Das Design wird vor allem durch die räumlichen Gegebenheiten, die erwarteten Besucher und die Größe des Investments bestimmt“, so Gill. Deshalb gibt es bei AAT auch keine Standard-Aquarien, jedes ist ein Unikat.

Jedes Mal eine neue Herausforderung

Grundvoraussetzung für alle Projekte sind aber in jedem Fall Materialien, die die hohen Qualitätsansprüche von AAT erfüllen. „Bei den Aquarienscheiben ist es im Grunde am wichtigsten, dass man sie nicht sieht“, erläutert Wolfgang Stuber, Experte für Sonderverglasungen bei PLEXIGLAS®. Das Markenacrylglas ist absolut farblos und bietet eine verzerrfreie Durchsicht. „Dadurch sind die Tiere im Wasser so zu sehen wie sie wirklich sind: in den richtigen Farben und Proportionen, ohne Grünstich, ohne Trübung“, erklärt Stuber. Gleichzeitig müssen die Scheiben dem enormen Druck des Wassers standhalten, dürfen sich nicht verbiegen und schon gar nicht brechen. „PLEXIGLAS® lässt sich mit einer Dicke von bis zu 180 Millimetern herstellen. Damit ist die Last des Wassers kein Problem“, so Stuber.

Größere Formate für größere Aquarien

Für noch stärkere Bauteile oder größere Formate lassen sich zudem einzelne PLEXIGLAS®-Blöcke verkleben. Vertikale Klebenähte bleiben dabei unsichtbar. Horizontal sind den Formaten aber Grenzen gesetzt: Würde man zwei Blöcke übereinander kleben, sähe man die Klebenähte durch die Lichtbrechung. „Momentan lassen sich Aquarien deshalb nur bis zu einer bestimmten Höhe bauen“, sagt AATs Experte Zac Gill. Der Industriestandard liegt aktuell bei rund 8,30 Metern. Um noch größere Formate zu ermöglichen, ist AAT unlängst eine Kooperation mit Evonik eingegangen und stellt als lizensierter Partner selbst Blöcke in einem Format von bis zu 12 Metern her. „Wir sind davon überzeugt, dass wir diesen Schritt gehen müssen, um die Grenzen im Aquarienbau weiter zu verschieben“, sagt Gill.

Qualität wichtig für Profitabilität

„Da Aquarien in der Regel Millionen von Litern an Wasser – meistens Salzwasser – enthalten, muss man sich genau damit auseinandersetzen, welche Lebensdauer die eingesetzten Materialen haben“, erläutert Gill. „Wir haben schon Salzwasseraquarien gesehen, die mit Ventilen aus Gusseisen ausgestattet waren – und die nur innerhalb eines Jahres durchgerostet waren und ersetzt werden mussten. Um die laufenden Betriebskosten niedrig zu halten und die Profitabilität der Aquarien sicherzustellen, ist es also äußerst wichtig, hochwertige Materialien einzusetzen.“ Original PLEXIGLAS® bleibt nicht nur über viele Jahrzehnte transparent, es ist auch unempfindlich gegen Salzwasser, wie Gill aus seinem Arbeitsalltag bestätigt: „Wir wurden damit beauftragt, ein Aquarium in Neuseeland zu sanieren. Beim Bau des ersten Tunnels aus Acryl vor 31 Jahren wurden Scheiben aus PLEXIGLAS® verwendet. Der Tank wurde zunächst komplett entleert. Danach haben wir die Scheiben des Aquariums herausgenommen, die Größe angepasst und sie poliert – in kürzester Zeit sahen die PLEXIGLAS®-Scheiben wieder aus wie neu.“